Schrebergartenkultur

Anfang der siebziger Jahre

Ich liebe die Schrebergartenkultur.

Für mich ist der Schrebergarten ein Relikt aus einer Zeit, wo fast jede zweite Familie in der Bergmanns-Siedlung einen solchen bearbeitete.

Ach, was gab unser Garten nicht alles her. Gemüse für den Gemüse-Eintopf, Äpfel für den Apfelkuchen und für den Kompott… und Blumen natürlich.
Selbstverständlich hatten wir auch eine Laube, die im Winter mit einem kleinen Kohleofen beheizt wurde. Schließlich wollten wir Mädels im Reife-Alter im Warmen kuscheln .. 😉

Der Schrebergarten-Kult, wie er heute betrieben wird… na ja – will halt jeder den schönsten Garten vorzeigen. Warum auch nicht – ich finde das absolut nicht spießbürgerlich.

Eine Erinnerung von Hildegard Grygierek

1 Kommentar

  1. hübsch

    Hübsch erzählt.
    Schrebergärten kenne ich auch von Klein auf. Überall, wo ich schon wohnte, waren Schrebergärten in direkter Nähe. Aber dort wurden, wie schon oben beschrieben, tatsächlich nur die Wochenenden und die Sommerferien kultiviert. Der beste Garten war Ommas Garten. Ohne Laube. Nicht zum Erholen. Zum Pflanzen und Ernten. Ein Stück Land vom Bauern gepachtet, mit Kartoffeln, Rhabarber, Kohl, Sellerie, Stachelbeeren, Karotten… und Erdbeeren!! Ich konnte noch nicht richtig sprechen, aber mit einem Wassereimerchen zwischen den Erdbeeren hocken, die Erdbeeren pflücken, ins Wasser tauchen und sofort essen, das konnte ich schon!

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