Das Dorffest in Bochum Harpen

2004 bis heute

Erinnerungen wach zu halten, Traditionen zu pflegen, das ist ganz oft auch eine Herzensangelegenheit vieler Bürgerinnen und Bürger in den Stadtteilen unseres Reviers. So auch in Bochum Harpen.
Eine Kirmes gab es dort schon lange. Ihren Ursprung hatte sie in der Verleihung der Marktrechte an das Dorf Harpen im Jahr 1812.
2003 wurde der Förderverein Harpen gegründet und man entschloss sich, die Kirmes mitten ins Wohngebiet an die tausendjährige Vizentiuskirche zu verlegen. Für vier Tage im August verwandeln sich die sonst so stillen Seitenstraßen in eine Festmeile.
Unter Beteiligung der Kirchengemeinde und verschiedener Vereine wurde so aus der langen Tradition der Harpener Kirmes das heutige Dorffest. Seitdem engagieren sich viele Bürgerinnen und Bürger für ihr Fest.
In dieser Zeit wurde auch das „Bauerntheater anno 1800“ aus der Taufe gehoben. Jeweils am Samstagnachmittag findet die historische Eröffnung des Festes mit einem Umzug und einer kleinen Aufführung des Bauerntheaters statt.
Anfangs waren es nur drei oder vier Teilnehmer in historischen Kostümen, inzwischen zieht eine stattliche Gruppe über den Kirmesparcours zur Festbühne. Ein „französischer Präfekt“ erinnert an die Verleihung der Marktrechte. 1812 vergab die damalige französische Verwaltung dem Dorfe Harpen die Rechte zur Abhaltung eines Vieh- und Krammarktes.
Nach den einführenden Worten des Präfektes treten einzelne Mitglieder nach vorne – der Dorfpolizist, der Feuerwehrmann, der Pfarrer, der Schwarze Jupp, der Kiepenkerl usw. und berichten in humorvoller Weise über interessante und außergewöhnliche Ereignisse, die sich im abgelaufenen Jahr im Stadtteil zugetragen haben.
Musikalisch wird der Umzug stets vom Fanfarenzug Bochum Harpen und einer Abordnung des Knappenchors Consolidation begleitet.
Anlässlich des 200. Jahrestages der Verleihung der Marktrechte enthüllte die damalige Bezirksbürgermeisterin an der Vizentiuskirche einen Gedenkstein.
Die viertägige Kirmes bietet – wenn auch in kleinem Stil – alles, was eine zünftige Kirmes zu bieten hat: Fahrgeschäfte, Losbuden und Süßigkeiten. Natürlich gibt es auch entsprechende Angebote, um Hunger und Durst zu stillen. Darüber hinaus sorgt das Café im Gemeindehaus für ein vielfältiges gastronomisches Angebot.
Das viertägige Dorffest endet jeweils am Montagabend mit einem großen Feuerwerk.

Eine Erinnerung von Burkhard Heringhaus

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