In der Gaststätte Röper werden Erinnerungen wach

1989 bis heute

1989 zogen wir nach Bochum in den Stadtteil Hofstede. Hier besuche ich bis heute die Gaststätte Röper, die nahe dem Hannibal Einkaufscenter und der Stadtgrenze zu Herne liegt.

Von außen macht das Lokal den Eindruck einer Kneipe im alten Stil des Ruhrgebiets. Wenn der Besucher die Gaststätte betritt, befindet er sich in einer Gastwirtschaft aus alter Zeit. Tatsächlich stammt das Ambiente und die Ausstattung aus der Zeit, als die Kumpel von der gegenüberliegenden Zeche Hannibal noch in die Kneipe kamen, um am Monatsende ihre Lohntüte zu „begießen“. Die Zeche Hannibal wurde 1973 gemeinsam mit der Zeche Hannover als letzte Zeche auf Bochumer Gebiet geschlossen. Die Gaststätte ist die letzte ihrer Art. Deshalb diente sie auch als Drehort für den Film „Radio Heimat“ nach dem Roman von Frank Goosen.

Wirt Jupp Röper, jetzt schon über 80 Jahre alt, erzählt gern von den alten Zeiten. Die Exponaten an den Wänden erinnern noch an die Zeit des Bergbaus. Der letzte Brocken Kohle, der auf der Zeche Hannibal gefördert wurde, liegt auf einem Tisch am Eingang der Gaststätte.

Das Lokal ist das einzige, das weit und breit noch einen Saal besitzt. Hier tagen heute noch der Kleingartenverein, der Kleintierzuchtverein, der Schützenverein, der Skatclub, die Radsportvereine aus Bochum, der Altentanzclub, die Modelautobauer und der SPD-Ortsverein Hofstede. Da es keine Gaststätten mit Sälen mehr gibt, findet sich bei Röper auch die CDU Hamme-Hofstede seit kurzer Zeit zu Sitzungen ein.

Eine Erinnerung von Heinz Rittermeier

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