Zeche Carl Funke

1982

Die am Baldeneysee gelegene Zeche Carl Funke wurde 1973 geschlossen und lag bis zum Abriss 1985 brach. Das ruinöse, landschaftlich malerisch gelegene Industriegelände zog uns als Schüler magisch an. Mehrfach suchten wir ein Loch im Zaun und erkundeten unerlaubt das Areal. Einmal waren wir in eines der Maschinengebäude eingestiegen, als wir heftig erschraken. Wir hatten einen Wächter bemerkt, der mit Schäferhund zwischen den Hallen patroullierte. Erstaunlicherweise und zu unserer großen Erleichterung schlug der Hund nicht an.  Wir warteten etwas ab und sahen dann zu, dass wir so schnell wie möglich Land gewannen. Aufgrund dieser Erfahrung zogen wir es beim nächsten Besuch vor, ganz offiziell anzufragen (über Beziehungen), weil wir auf dem Gelände fotografieren wollten.  Tatsächlich erhielten wir einen Termin, bei dem wir mit unseren Spiegelreflexkameras eine Menge Schwarz-Weiß-Fotos schießen konnten. So haben wir eine persönliche Erinnerung an diesen faszinierenden Zechenbau, der übrigens teilweise von dem Zollverein-Architekten Fritz Schupp stammte. Gäbe es die Zeche Carl Funke heute noch, wäre sie in dieser Lage am Baldeneysee sicher auch ein Highlight der Industriekultur des Ruhrgebiets.

Eine Erinnerung von bene

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