Kirche St. Barbara in Bottrop

1953 - 2013

1953 erster Spatenstich, 1955 konsekriert, 2007 entwidmet, 2013 abgerissen

Diese Kirche gehörte zu den Gotteshäusern, die von dem Bistums-Sparbeschluss des Jahres 2005 betroffen waren. Verschiedene Ideen zur Rettung der Kirche – als Autobahnkirche wegen der Nähe zur A 42 oder als Kolumbarium – konnten nicht umgesetzt werden. 2012 kaufte die Diakonie St. Barbara und baute auf dem Grundstück Wohnungen für Behinderte.

Das Inventar der Barbarakirche wird weiter gottesdienstlich genutzt (Informationen aus der WAZ Bottrop):
– die Bänke, Kerzenleuchter, Kreuz gingen nach Serbien
– die kleine Orgel in die ungarischen Partnerstadt Veszprém
– der Kreuzweg (Mosaike des Künstlers Reinhard Bongartz) wurde von einer ungarischen Künstlerin abgebaut und in Ungarn restauriert
– der Altar steht in der Bottroper St.Joseph-Kirche
– im Essener Ruhrmuseum steht ein Altarkreuz
– eine der Glocken behält die Diakonie, eine weitere ist in der Herz Jesu-Kirche im Altarraum
– das Wegkreuz und die Barbara-Statue aus der Kirchenfassade wurden auf dem Gelände der Diakonie aufgestellt
– der Hahn vom Turm schmückt das Barbaraheim am Unterberg.

Das außergewöhnliche Bild der heiligen Barbara von Reinhard Bongartz – die Schutzheilige der Bergleute ist als Tanzende im engen, offenen Turm dargestellt – ist jetzt ebenfalls in der Herz-Jesu-Kirche.

Die alte Glocke (1525) war im Zweiten Weltkrieg von den Nationalsozialisten in Polanka Wielka im besetzten Polen geraubt worden. Vom Glockenfriedhof in Hamburg gelangte sie als Patenglocke in die Barbara-Kirche. Seit 2012 ist sie wieder in Polen.

Fotos:
Barbara-Kirche: 2002-12
Die tanzende Barbara in Herz Jesu: 2015-03
Die Glocke in Herz Jesu: 2016-06

Eine Erinnerung von BT

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An der Sandbahn 8
46242 Bottrop
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