Reviercowboys

25. 01. 2017

Die früheren Cowboys der Ruhrregion

waren Giganten der Ruhrgebietsstraßen,

wurden auch ohne Pferd zur Attraktion,

wenn sie in ihrem Opel Manta saßen.

 

Die Haare frisch gestylt und modisch gekämmt,

ihre Füße in Cowboystiefeln steckten,

mit dem ärmellosen knallbunten Netzhemd

geheime Wünsche der Damenwelt weckten.

 

Ihre Boliden mit rund neunzig PS

ließen sie durch Tuning mächtig aufmotzen

und die Mantacowboys konnten stolz und kess

hiermit bei den Ischen großspurig protzen.

 

Mantafahrer hatten viel Benzin im Blut,

des nachts auf der B1 Rennen austrugen,

hielten ihren hirnlosen Wahnsinn für Mut,

selbst Warnungen der Schutzengel ausschlugen.

 

Doch der Bau der Mantas wurde eingestellt,

das Hobby der Cowboys radikal gekillt.

Da der Manta nicht unter Artenschutz fällt,

sieht man ihn nur noch selten im Straßenbild.

 

So wurden mit der Zeit aus der Mantazunft

äußerst passable menschliche Vertreter,

rücksichtsvolle Menschen mit Hirn und Vernunft

und pflichtbewusste Familienväter.

 

 

 

 

Eine Erinnerung von Werner Siepler

1 Kommentar

  1. Da ist ja ein fleißiger Dichter am Werk, ein Reim zu jedem Sujet…

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