Erholung südlich der Ruhr – Die Elfringhauser Schweiz

1960er Jahre, 2007 bis 2015

Im Süden Hattingens  gelegen, gehört die Elfringhauser Schweiz zum äußersten Süden des  Ruhrgebiets. Hier reichen Kohlenflöze bis an die Tagesoberfläche; in der Herzkämper Mulde ist Bergbau seit der Mitte des 15. Jahrhunderts belegt. Der Felderbach und die nach ihm benannte Straße durchziehen das Gebiet von Herzkamp im Südosten nach (Velbert-) Nierenhof im Nordwesten.

1960er Jahre: Familienausfüge

Diese Gegend, eine halbe Stunde Autofahrt von unserer Wohnung entfernt, war seit den 60er Jahren sonntägliches Ausflugsziel meiner Eltern, meine Schwester und ich immer dabei. Ausgangs- und Endpunkt des Spaziergangs war ein Parkplatz in der Nähe des heutigen Bandwebereimuseums Elfringhausen. Anschließend bot ein Ausflugslokal in einem alten Fachwerkhaus Kaffee und Kuchen zur Erholung. Das Haus steht noch (1), das Lokal wurde leider damals schon geschlossen.

2007: Radfahren im Hügelland

Nach langen Jahren der „Abstinenz“ entdeckte ich die Elfringhauser Schweiz für mich selber. Nachdem ich einige Male mit dem Auto die Felderbachstraße entlang gerumpelt (2) war, entschloss ich mich während einer Radtour spontan, die alte Strecke einmal mit dem Fahrrad abzufahren – für einen Flachländer durchaus eine Herausforderung. Entsprechend erschöpft kam ich nach 50 km wieder zuhause in Bochum an.

Die Schönheit der Landschaft erschließt sich erst richtig bei dem langsamen Tempo. Wer genau hinsieht, mag im südlichen Teil in den Wiesen ein Drahtgebilde – eine große horizontale Scheibe aus Draht mit einem „Rohr“ in der Mitte – entdecken: das Barmen VOR, ein Drehfunkfeuer für den Luftverkehr.

Ich bin diese Tour noch mehrere Male gefahren bis der Straßenzustand sie mir verleidete. Aber ich hatte inzwischen andere schöne Routen im Bochumer Süden für mich entdeckt, etwa über (Nieder-)Sprockhövel und Haßlinghausen (und gelegentlich auch Langenberg) zurück nach Bochum. Alle boten reizvolle Landschaft und schöne Ausblicke, aber der schönste „Ausblick“ schien mir jedes Mal die Leuchschrift eines Möbelhauses oben in (BO-) Stiepel, die das Ende der Anstrengung ankündigte: Danach rollte man bergab.

Inzwischen wohne ich nicht mehr in Bochum, die Radtouren bleiben als schöne Erinnerungen.

Die Bilder stammen von meiner ersten oben beschriebenen Tour:

  • Blick von (E-) Byfang zum Sender Langenberg
  • An der Felderbachstraße, Blick nach Norden
  • … und nach Süden
  • Aussicht auf Herzkamp

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(1) 2014

(2) Der südliche Teil der Straße ist mittlerweile in einem derart schlechten Zustand, dass dort zu radeln keinen Spaß mehr macht.

Eine Erinnerung von Arne

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