Die Müllkippe am Hellweg

Die 60 -70 Jahre

Auf dem Augenerberg (hinterer Teil der Augenerstraße) lag mal eine Müllkippe in den 60er -70er Jahren. Dieses Gelände selber war im direkten Bereich des Hellweges, und lag hinter der Straßengruppe Wolfshuhle. Es war eine natürliche Senke, und gehörte dem Bauer Kaldemorgen. Dieser hatte auch mehrere Felder in der Nähe des Hofes am Hellweg. Auf einem Teil, steht jetzt seit Jahren das neue Lutherkrankenhaus (heutiges Alfred Krupp Krankenhaus). Außerdem gab es noch drei weitere Felder, die heute alle durch Wohnsiedlungen behaut sind. Wie man damals sagte, er habe sich mit dem Müll gesund gestoßen.

Um die Kippe zu erreichen, mussten die Müllwagen selber den Bauernhof durchqueren. Es wurde dort alles abgekippt: Hausmüll, Sperrmüll und jederlei andere Arten von Müll (kein Sondermüll). Auch die Städtischen Bühnen in Essen, lieferten ihre alten gebrauchten Kulissen dort an. Durch Sonneneinstrahlung/Glassplitter und anderen Sachen, brannte diese Kippe auch in regelmäßigen Abständen.

Und dann kam immer die Steeler Feuerwehr, die ihre Wache in der Bochumerstraße hatte (in der Nähe von Möbel Kröger).

Und wenn es mal in den Sommermonaten nicht gebrannt hatte auf der Kippe, konnte man die Raben sehen … die abends die Kippe verließen und in Richtung der Waldgebiete zum Übernachten am Baldeneysee flogen.

Und die Nebenstraßen (die Verlängerung der Freißenbruchstraße) und das gleiche in der Steelerbergstraße ebenfalls. Diese waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht gebaut. So nahmen die Mülllaster ihren Weg durch bebautes Gebiet. Bergstraße (heutige Steelerbergstraße), Augenerstraße, Friedrichswall, Hellweg, und dann war die Kippe erreicht.
Wir als Jugendliche sind auch unten an der Kippe immer nach noch zu gebrauchenden Sachen auf Suche gegangen.

Und einige Jahrzehnte später auf dem zugekippten Gelände, stand eine Turnhalle, die mit der Zeit abgesackt ist und durch eine neue ersetzt werden musste.

Heute kann man mühelos über einen Verbindungsweg ins Isinger Feld gelangen.

Eine Erinnerung von Norbert Hartlieb

2 Bewertungen

  1. ...so sah das aus.....

    Interessante Erinnerung , die zeigt wie früher unsere Stadt noch dünnbesiedelter aussah…gibt es vielleicht ein Foto dieser Ecke HEUTZUTAGE..

  2. Gemüse

    So eine Müllkippe gab es auch in Wesel, direkt an der Lippe. Man konnte sehen, wie große Lkw den Müll dort abluden, wenn man über die B8 zwischen den Lippeauen hindurch fuhr. Später entstanden Schrebergärten dort. Ich hoffe doch, die Gärtner da bauen kein Gemüse an…

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